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Neben dem Hausbock haben die holzzerstörenden Insekten aus der Familie der Nagekäfer die größte wirtschaftliche Bedeutung. Der häufigste Vertreter aus dieser Familie ist der Gewöhnliche oder Gemeine Nagekäfer (Anobium punctatum), der in der Praxis oft als "Holzwurm" bezeichnet wird.

Lebensbedingungen
Befallen wird sowohl Laub- als auch Nadelholz. Die Cellulose des Holzes dient den Larven als Hauptnahrungsstoff. Das Temperaturoptimum für die Entwicklung der Larven liegt mit 22°C - 23°C verhältnismäßig niedrig. Der Gewöhnliche Nagekäfer ist entsprechend seinen Lebensbedingungen und Klimaansprüchen häufig in Räumen mit mäßiger Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit anzutreffen, wogegen lang anhaltende Trockenzeiten (z.B. längere Heizperioden in zentralbeheizten Räumen) einen Befall reduzieren. Die Entwicklungszeit vom Ei bis zur Larve dauert in Abhängigkeit vom Nahrungswert des Holzes und den klimatischen Bedingungen mindestens 2 Jahre, oft 4 -8 Jahre. Charakteristisch ist die Ortstreue der Käfer, die auf der Oberfläche des Holzes, in dem sie geschlüpft sind, erneut Eier ablegen, so daß sich mehrere Generationen im gleichen Befallsobjekt fortpflanzen, bis dieses völlig zerstört ist. In Gebäuden zerstören die Larven in großem Umfang verarbeitetes und verbautes Holz, wobei kühlere und feuchte Stellen bevorzugt befallen werden. Angegriffen werden Balken, Bretter, Holzfussböden, Treppen, Türen, Möbel und Kunstgegenstände.

Erkennungsmerkmale
Die Larven leben überwiegend in den weichen Frühholzschichten, während die Spätholzschichten als Fraßlamellen stehenbleiben. Die Gänge sind locker mit Bohrmehl gefüllt, das mit länglichen, einseitig zugespitzten Kotteilchen vermischt ist. Die kleinen, runden Fluglöcher mit einem Durchmesser von 1-2 mm stellen eindeutlichen, äußeres Befallsmerkmal dar. Herausrieselndes Bohrmehl ist ein Anzeichen für einen lebenden Befall.

Insektenbefall im Holz bzw. an tragenden Holzkonstruktionen können zu einer erheblichen Schwächung der Statik führen. Die Folgen sind gravierend. Große sicherheitstechnische Mängel und hoher wirtschaftlicher Schaden. Es ist daher besonders wichtig, einen Schädlingsbefall frühzeitig zu erkennen und die befallenen Bereiche fachmännisch zu sanieren.

Bei Fragen zu holzzerstörenden Insekten, z. B. Hausbock, Gewöhnlicher Nagekäfer (Holzwurm) etc. oder deren fachmännischen Sanierung steht Ihnen in unserem Haus ein erfahrens Servieteam zur Verfügung, um Sie zu beraten. Die Beratung ist kostenlos.